
Autor: Berna Kühne-Spicer (Seite 1 von 4)

Ein gerade in der WELT erschienener Beitrag trägt den bemerkenswerten Titel „Tracht ist ein Gegenmittel zur Verwahrlosung der Mode“. Rebecca Brodsky beschreibt darin etwas, das für mich ein vertrautes Thema ist: Unsere Kleidung wird trotz einer scheinbar grenzenlosen Auswahl immer einheitlicher. Globale Trends, Freizeitkleidung und schnell wechselnde Moden haben regionale Unterschiede weitgehend verschwinden lassen.
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Brandenburger Tracht – Geschichte, Regionen und moderne Looks
Wenn heutzutage in Brandenburg von Tracht die Rede ist, dann sind entweder die allseits bekannte Spreewald– oder die seit der Wende nach und nach wiederbelebte Flämingtracht gemeint – oder Oktoberfestmode. Wer recherchiert, findet im Internet verstreut ein paar seltsame alte Bilder von Oder und Havel, die dem Betrachter von heute nicht sehr attraktiv erscheinen. Nichts, was man heute anziehen könnte, ohne sich kostümiert vorzukommen. Insgesamt entsteht beim Suchenden leicht der Eindruck, es habe nördlich von Spreewald und Fläming gar keine „echten“ brandenburgischen oder märkischen Trachten gegeben.
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Oktoberfest in Brandenburg – Was anziehen?
Muss man zum Oktoberfest Dirndl oder Lederhose tragen?
Nein, natürlich nicht. Oktoberfeste sind zwar eine Tradition, die aus München in Bayern kommt und zu der man üblicherweise alpenländisch inspirierte Trachtenmode anzieht, aber das ist keine Pflicht. Dirndl und Lederhose passen thematisch und machen fast immer eine gute Figur. Mit Dirndl oder bayerischer Lederhose ist man „auf der Wies’n“ mit Sicherheit passend angezogen. Aber gerade in Brandenburg gibt es eine interessante Alternative.
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