Grundlage der modernen märkischen Trachtenlooks für Frauen sind regional häufig wiederkehrende Elemente der Frauentrachten im Brandenburg des 19. Jahrhunderts.
WeiterlesenKategorie: Tracht früher
Grundform der märkischen Männertrachten
Beim Vergleichen der noch vorhandenen Informationen zu den Männertrachten der Brandenburger Trachtenregionen ergaben sich eine Reihe von Gemeinsamkeiten, die als Grundform der märkischen Männertracht bezeichnet werden können. Hier stichpunktartig die Merkmale, unterteilt in Alltagstracht und Festtracht:
WeiterlesenPraktischerweise ist die Auswahl an fertig genähten Dirndlvarianten heutzutage riesengroß. Gebrauchte wie neue Dirndl gibt es fast wie Sand am Meer. Man hat tatsächlich die Qual der Wahl. Sucht euch aus, was euer Portemonnaie erlaubt. Nur – welcher Schnitt, welches Material kommt dem, was für Brandenburg typisch war, am nächsten?
WeiterlesenDie Volkstracht des 19. Jahrhunderts war auch in Brandenburg weit mehr als Kleidung. Sie war Ausdruck eines jahrtausendealten Wertesystems, das den Alltag der Landbevölkerung prägte. Dieses Wertesystem hat sich in den vergangenen 100 Jahren tiefgreifend verändert. Es hatte seine Stärken und seine Schwächen. Wie auch immer man heute zu den damaligen gemeinschaftlich für richtig gehaltenen moralischen Leitlinien steht – sie sind von der Gestaltung der Kleidung der märkischen Landbewohner jener Zeit nicht zu trennen.
Genau deshalb ist Tracht auch heute mehr als historische Kleidung. Wer sich von ihr inspirieren lässt, begegnet nicht nur Stoffen und Schnitten, sondern einer völlig anderen Vorstellung davon, wie Menschen zusammenleben.
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Die Entwicklung der märkischen Schleifenhaube
Die märkische Schleifenhaube und ihr Verbreitungsgebiet

In der kurzen, nur etwa ein dreiviertel Jahrhundert (1800-1870) dauernden Blütezeit der Volkstrachten wurde die sogenannte Schleifenhaube in vielen der brandenburgischen Regionen getragen. Man fand sie in einem fast geschlossenem Gebiet vom Havelland über den Teltow, den Kreis Beeskow-Storkow bis an die Oder, diese entlang bis hoch in die Uckermark, westlich bis ins Ruppiner Land und die Prignitz, und östlich der Oder bis in die Dörfer um den Pyritzer Weizacker nahe Stettin herum. Die an die Hochfläche des Teltow anschließende Luckenwalder Niederung wurde in der Region Altpreußen genannt. Hier trugen die Bäuerinnen im 19. Jahrhundert die große schwarze Seidenschleife als typische Kopfbedeckung. Daher wird sie auch die Altpreußische Schleifenhaube genannt.
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Grundform der märkischen Frauentrachten
Für die Frauentrachten der früheren Mark Brandenburg sind viel mehr Informationen überliefert als für die Männertrachten. Dennoch findet sich beim regionsübergreifenden Vergleich auch hier eine fast überall anzutreffende Grundform. Markantester Unterschied bzw. auffälligste Gemeinsamkeit waren die verschiedenen Haubenformen, bevor sie von Kopftüchern abgelöst wurden. Hier die Merkmale stichpunktartig, in Alltagstracht, Sonntags-/Festtracht und Kirchgangstracht unterteilt:
WeiterlesenWarum Tracht? Diese Frage wird mir oft gestellt. Sie ist auch berechtigt. Denn heute trägt man T-Shirt, Jeans und Turnschuhe. Wer verstehen will, warum Tracht heute wieder Bedeutung gewinnen kann, muss zuerst verstehen, was Tracht ursprünglich war.
Tracht entstand nicht, weil Menschen beschlossen, sich durch ihre Kleidung bewusst von anderen Gruppen abzugrenzen. Was wir heute als Tracht bezeichnen, war schlicht die Kleidung der ländlichen Bevölkerung. Sie entstand aus den Lebensbedingungen der Menschen und aus drei einfachen Tatsachen:
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