Informationen und Stilberatung zu vergessenen märkischen Trachten

Kategorie: Bestandteile der Tracht

Brandenburger Frauentracht heute – Moderner Look nach historischem Vorbild

Es gibt zwei grundsätzliche Möglichkeiten:

1. Ein fertig gekauftes Dirndl „brandenburgisieren“
d.h. Dirndl kaufen –> Bluse, Schultertuch, Kopfschmuck und eventuell Rüschenkragen dazu aussuchen, vielleicht auch eine andere Schürze

2. Die brandenburgische Tracht von Grund auf zusammenstellen
d. h. Mieder, Rock, Schürze, Bluse, Tuch und Kopfschmuck separat besorgen

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Die Entwicklung der märkischen Schleifenhaube

Die märkische Schleifenhaube und ihr Verbreitungsgebiet

In der kurzen, nur etwa ein dreiviertel Jahrhundert (1800-1870) dauernden Blütezeit der Volkstrachten wurde die sogenannte Schleifenhaube in vielen der brandenburgischen Regionen getragen. Man fand sie in einem fast geschlossenen Gebiet vom Havelland über den Teltow, den Kreis Beeskow-Storkow bis an die Oder, diese entlang bis hoch in die Uckermark, westlich bis ins Ruppiner Land und die Prignitz, und östlich der Oder bis in die Dörfer um den Pyritzer Weizacker nahe Stettin herum. Die an die Hochfläche des Teltow anschließende Luckenwalder Niederung wurde in der Region Altpreußen genannt. Hier trugen die Bäuerinnen im 19. Jahrhundert die große schwarze Seidenschleife als typische Kopfbedeckung. Daher wird sie auch die Altpreußische Schleifenhaube genannt.

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Grundform der märkischen Frauentrachten

Für die Frauentrachten der früheren Mark Brandenburg sind viel mehr Informationen überliefert als für die Männertrachten. Dennoch findet sich beim regionsübergreifenden Vergleich auch hier eine fast überall anzutreffende Grundform. Markantester Unterschied bzw. auffälligste Gemeinsamkeit waren die verschiedenen Haubenformen, bevor sie von Kopftüchern abgelöst wurden. Hier die Merkmale stichpunktartig, in Alltagstracht, Sonntags-/Festtracht und Kirchgangstracht unterteilt:

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